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Hier findest Du jedesmal ein neues Thema, wo nach eurer Meinung gefragt ist. Es geht immer um Jugendliche und um Pubertät, das "erste mal", Sexualität, Liebe... 

Das aktuelle Thema findest Du immer in der Überschrift über diesen Text.Selbstverständlich kannst Du mir auch ein Thema vorschlagen.  Dazu musst Du einfach eine Email an infomail-s.kuhlmann@t-online mit den Betreff "Wunsch-Thema"" senden. Ich bitte dich aber, dass Du nur deinen Vornamen oder Spitznamen erwähnst und dein Nachname, weder der von deinen Freunden oder anderer dritte Person. Mehr dazu findest du unter "Datenschutz Information". 


Was entwickelt sich wann bei Mädchen?

 

 

Hast Du Dich auch schon mal in Deiner Klasse umgeschaut und festgestellt, dass Deine Mitschülerinnen unterschiedlich weit entwickelt sind? Und das, obwohl sie alle etwa gleich alt sind?.Das liegt daran, dass bei jedem die Pubertät anders verläuft. Leider verunsichert das einige Mädchen! Sie fragen sich: "Ist das normal, was da gerade passiert?" Oder: "Wann geht es bei mir endlich los?" Da ist es gut, sich zu informieren, um möglichst viele Fragen zu klären. Und die haben alle! Auch wenn es nicht jede zugeben mag. Wichtig zu wissen ist für Dich: Jedes Mädchen hat sein eigenes Tempo für die bevorstehenden Veränderungen. Es ist in den Erbanlagen festgelegt, wann welcher Entwicklungsschritt einsetzt, wie lange er dauert und welche Körperformen Du durch die Pubertät bekommst. Nimm Dir Zeit die Veränderungen anzuschauen, sie anzunehmen und Dir bewusst zu machen: Du wirst jetzt eine Frau! Hier erfährst Du, was auf dem Weg dorthin in Deinem Körper vorgeht. 

 

 

 

Scheide und Gebärmutter!

Die Entwicklung der Scheide und der Gebärmutter beginnt etwa zwischen acht und zehn Jahren. Auch die Vulva verändert sich in den darauf folgenden Jahren in ihrem Aussehen.

Als Vulva bezeichnet man die äußerlich sichtbaren Geschlechtsmerkmale. Dazu gehören die zwei inneren und zwei äußeren Schamlippen, der Venushügel, der Kitzler und der Eingang zur Scheide.

Schamhaare: Vor der Pubertät ist die Haut an und um Deine Scheide herum glatt, rosa und unbehaart. Mit dem Einsetzen der Pubertät beginnt die Schambehaarung an den Außenseiten der äußeren Schamlippen zu sprießen. Auch auf dem Venushügel - das ist der Bereich auf dem Schambein, den man auch Venusberg oder Schamhügel nennt, wachsen die ersten Haare. Dort wird vom Körper gleichzeitig ein Fettpolster aufgebaut, sodass der Schambereich etwas hervortritt.

Schamlippen: Mit Beginn der Pubertät verändern sich deine Schamlippen. Vor der Pubertät umschließen die äußeren Schamlippen die inneren. Setzt die sexuelle Entwicklung ein, wachsen die inneren Schamlippen. Dabei kann es sein, dass die inneren Schamlippen mit der Zeit zwischen den äußeren hervorschauen.

Die inneren Schamlippen bilden zusammen eine Art Hautkapuze über dem Kitzler, ähnlich der Vorhaut beim Penis des Mannes. Auch die Farbe und die Struktur der Haut deiner Schamlippen ändern sich. Sie werden meist etwas dunkler und runzliger.

Größe der Schamlippen: Manche Mädchen sind besorgt, weil ihre Schamlippen ungleich groß werden oder die inneren zwischen den äußeren rausgucken. Das ist kein Fehler der Natur und auch keine Missbildung und schon gar kein Grund, sich dafür zu schämen! Denn: Wie Deine Schamlippen mal aussehen werden, ist bereits in Deinen Genen festgelegt. Das heißt: Du kannst es Dir nicht aussuchen. Genauso wenig wie Deine Schuh- oder Körpergröße.

Farbe der Schamlippen: Nicht nur die Größe der Schamlippen ist bei jeder Frau verschieden. Auch ihre Färbung ist ganz unterschiedlich. Manche sind ganz hell oder rosafarben. Andere dagegen dunkelrot, bräunlich oder fast schwarz. Auch das ist völlig normal!
 

 

 

Schamhaare!

Das Wachstum der Schamhaare setzt etwa zeitgleich mit dem Brustwachstum ein. Es beginnt also ungefähr zwischen dem achten und dem 14ten Lebensjahr.

Obwohl sie zunächst vor allem auf dem Schamhügel (Venushügel) und an den Außenseiten der äußeren Schamlippen wachsen, bedecken sie später den größten Teil des Schambereichs und können sich bis zu den Innenseiten der Oberschenkel erstrecken. 

Wie dicht die Schambehaarung wird, welche Farbe sie hat und wie weich oder fest die Haare sind, ist bei jeder Frau anders und bereits in ihren Genen festgelegt.

Im Schambereich, der sich vom Unterbauch bis zwischen die Beine erstreckt, wachsen meist gelockte Haare. Anfangs sind die Schamhaare noch weich und glatt, und die Behaarung ist nicht allzu dicht. Später werden die Haare länger, etwas "borstiger" und beginnen sich zu kräuseln.

Die volle Schambehaarung ist spätestens zum Ende der Pubertät entwickelt, also ungefähr vier Jahre nach dem Einsetzen der ersten Regel.

 

 

 

Die Brüste!

Das Wachstum der Brüste beginnt etwa zwischen dem achten und 14ten Lebensjahr.Sie kann - je nachdem wann die Entwicklung einsetzt - schon mit zwölf Jahren oder auch erst mit etwa 17 Jahren voll entwickelt sein.

Was sich alles verändert:
Anfangs - in der so genannten Vorpubertät - sind die Brüste noch flach und die Brustwarze ist nur eine sehr kleine Erhebung. 
Wenn die eigentliche Pubertät beginnt, beginnen Milchdrüsen und Fettgewebe die Brust zu bilden. Die Brustwarze färbt sich dunkler. Die Umrandung der Brustwarze, der so genannte Warzenvorhof, bildet eine eigene Erhebung. Diese Umrandung schwillt dann meist wieder ab, bleibt aber bei manchen Frauen bestehen.

Schnelligkeit des Wachstums: Das Wachstum der Brüste lässt sich nicht beeinflussen. Das gilt sowohl für die Schnelligkeit des Wachstums, als auch für ihre endgültige Form und Größe.

Größe und Form: Wie groß ein Busen mal wird und welche Form er hat ist weitgehend erblich. Das heißt: Form und Größe sind bereits durch die Gene der Eltern festgelegt.

Ungleiches Wachstum: Meistens wächst eine Brust etwas schneller als die andere. Doch diese Größenunterschiede gleichen sich etwa bis zum 17./18. Lebensjahr weitgehend wieder aus. Aber: Genau gleich groß werden sie nie sein. Leichte Größenunterschiede sind total normal.

Die Brustwarzen: Sie sitzen im hell- bis dunkelbraunen Warzenvorhof. Darunter wachsen vom Beginn der Pubertät an die Brustdrüsen mit dem darunter liegenden Milchdrüsengewebe. Dort wird später die Milch für ein Baby produziert. 

Während der Entwicklung des Milchdrüsengewebes kommt es manchmal vor, dass eine milchig-klare Flüssigkeit aus den Brustwarzen austritt, die beim Trocknen eine weißliche Kruste hinterlässt. Kein Grund, sich Sorgen zu machen! Das sind nur einige Tropfen Muttermilch, die während der Brustentwicklung vom Milchdrüsengewebe abgegeben werden.
 

 

 

 

Ausfluss/Weißfluss!

Etwa zwischen dem neunten und 14ten Lebensjahr setzt weißlicher Ausfluss aus der Scheide ein. Einige nennen ihn auch Weißfluss.

Diesen natürlichen Ausfluss bekommt jedes Mädchen! Und zwar täglich. Er ist weißlich bis gelblich und von der Menge her unterschiedlich. Meist bildet er nur einen kleinen Fleck im Slip. Solang der Ausfluss nicht dunkel gefärbt ist und/oder sehr unangenehm riecht, ist das völlig normal.

Selbstreinigung der Scheide: Mit dem Ausfluss fließen ständig Keime und Bakterien aus der Scheide. So reinigt sie sich selbst - ein raffinierter Mechanismus, der die Scheide gesund hält! Das ist so ähnlich, wie beim Speichel, der die Mundhöhle feucht hält. 

Damit der Abtransport schädlicher Keime und Bakterien auch funktioniert, muss sich die Feuchtigkeit in der Scheide (Sekrete) ständig erneuern. Deshalb fließt sie langsam, aber regelmäßig aus der Scheide heraus.

 

 

 

Menstruation/Regel!

Die erste Regel setzt bei Mädchen im Alter zwischen neun und 16 Jahren ein. Bei manchen sogar noch früher, bei einigen auch erst später. 

Die erste Regel ist ein Grund sich zu freuen - auch wenn Du jetzt Tampons oder Binden benutzen musst. Denn Dein Körper ist durch das Einsetzen der Regel bereit, schwanger zu werden. Sei stolz darauf, dass Du diese Fähigkeit hast. 

So funktioniert das mit der Menstruation!
Mit der ersten Regel wird im Körper ein Kreislauf in Gang gesetzt, der sich von nun an etwa alle 18 bis 33 Tage wiederholt und den man auch als Menstruationszyklus bezeichnet. In jedem Menstruationszyklus reift in den Eierstöcken eine Eizelle heran. Sie wird dabei immer größer. Während dieser Reifung werden zunächst Östrogene (Hormone) produziert. Die sorgen für den Aufbau der so genannten Gebärmutterschleimhaut. In der Zeit vor der nächsten Regel kommt es zum sogenannten Eisprung. Dabei wird die reife Eizelle vom Eierstock in den Eileiter abgegeben. Er hat die Aufgabe, das Ei in die Gebärmutter zu befördern.
Der Körper produziert jetzt Hormone, die eine Verdickung der Schleimhaut in der Gebärmutter bewirken. Wird das durch den Eileiter wandernde Ei durch männlichen Samen befruchtet, nistet sich das befruchtete Ei in die Gebärmutterschleimhaut ein. Das ist der Beginn einer Schwangerschaft.

Regelblutung: Kommt es nicht zur Befruchtung, stellt der Eierstock die Produktion bestimmter Hormone vorübergehend ein. Dadurch fängt die Gebärmutterschleimhaut an, dünner zu werden und sich abzulösen. Das ist der Beginn der Regelblutung. Was dann bei jeder Regelblutung aus der Scheide abfließt und Du mit Binden oder Tampons auffängst, ist kein reines Blut. Es sind die Reste der sich auflösenden Gebärmutterschleimhaut. Von der Menge her ist es insgesamt etwa eine halbe Kaffeetasse voll. Dieser Vorgang wiederholt sich nun etwa alle 18 bis 33 Tage.

Regelmäßigkeit der Tage: Bei jungen Mädchen kommt die Regel oft noch nicht regelmäßig. Das heißt, sie kann auch mal für ein, zwei oder drei Monate ausbleiben. Das ist normal und kein Problem.

 

 

 

Wachstum!

Die Pubertät beginnt mit einem Wachstumsschub. Das bedeutet, dass du innerhalb ziemlich kurzer Zeit um vieles größer wirst. Bei Mädchen beginnt der Wachstumsschub ungefähr im Alter zwischen acht und 13 - etwa 1 bis 2 Jahre früher als bei den Jungs.

Zuerst wachsen Kopf, Hände, Füße und anschließend Arme, Beine und zuletzt der Rumpf. Kann sein, dass Du Dich in dieser Zeit in deinem Körper nicht besonders wohl fühlst. Doch spätestens nach dem Abschluss der Wachstumsphase legt sich das wieder. Während des Wachstumsschubs bilden sich beim Mädchen innerhalb von etwa 4 Jahren die äußeren Geschlechtsmerkmale heraus: Die Brüste entwickeln sich und im Bindegewebe der Hüften bildet sich Fett und verleiht dem Körper ein weibliches Aussehen. 

Wie groß Du ungefähr mal wirst, lässt sich durch die Vermessung Deines Handwurzelknochens bestimmen. Willst du das unbedingt wissen, dann frag Deinen Kinder- oder Hausarzt. Der weiß, wie's geht.
 

 

 

Seele!

Nicht nur Dein Körper verändert sich. Auch Deine Seele. Das heißt, dass sich Teile Deiner Persönlichkeit neu gestalten oder verändern - also reifer werden. Dich interessieren plötzlich andere Dinge. Freundschaften verändern sich und Deine Denkweise über Jungen oder Eltern auch. Das liegt daran, dass Du auf dem Weg bist, erwachsen zu werden und damit immer selbständiger. 
Vermutlich irritiert das die Menschen um Dich herum ab und zu. Sie kennen Dich eben anders und müssen sich erst an Deine Veränderungen gewöhnen. Bei einigen Jugendlichen gibt es deshalb oft Stress zu Hause. Hier ist Geduld und Vertrauen auf beiden Seiten gefragt. Drüber reden, was nervt, kann auch helfen. 

Einige Mädchen kommen mit den eigenen Gefühlen selber nicht gut zurecht. Das liegt oft an den hormonell bedingten Stimmungsschwankungen, die ein Mädchen nicht beeinflussen kann. Sei an "blöden" Tagen gnädig mit Dir und versuche, Dir etwas Gutes zu tun. Die Tage mit guter Laune und Power kommen wieder. Ganz sicher!
 


Was entwickelt sich wann bei JUNGEN?

 

Hast Du Dich auch schon mal in Deiner Klasse umgeschaut und festgestellt, dass Deine Mitschüler unterschiedlich weit entwickelt sind? Und das, obwohl sie alle etwa gleich alt sind? Klar, dass Du dann auch wissen willst, wo Du mit Deiner körperlichen Entwicklung stehst - ob Du normal entwickelt bist, früher oder später dran bist mit der Pubertät als Freunde oder Mitschüler. Wir erklären Dir, wie das mit der Pubertät und dem Wachstum funktioniert, wann sich welche Teile Deines Körpers entwickeln und wann ihre Entwicklung abgeschlossen ist.

 

 

Der Penis
Das Peniswachstum beginnt zwischen 10 und 16 Jahren und ist etwa bis zum 18. Lebensjahr abgeschlossen. Zuerst nimmt die Länge des Penis zu, dann wird er dicker.

Der Penis besteht aus dem Penisschaft, der Eichel und der Penisvorhaut.

Eichel: An der Spitze des Penis sitzt die Eichel. Sie ist die Verlängerung des unteren Schwellkörpers im Penis. An ihrer Spitze tritt die Harn-Samenröhre aus. 

Die glatte, manchmal auch etwas furchige Oberfläche der Eichel ist mit zahllosen Nervenenden übersät, die sie sehr berührungsempfindlich machen - ähnlich wie den Kitzler bei der Frau. Die Eichel ist die sexuell empfindlichste Körperstelle beim Mann. Deshalb kann sie bei Berührung - besonders bei der Selbstbefriedigung - leicht überreizen und wehtun.

Das Vorhautbändchen: Die Unterseite der Eichel ist durch ein dünnes Gewebeband - auch "Vorhautbändchen" oder "Frenulum" genannt - mit der Vorhaut verbunden. Bei manchen Jungs ist das Vorhautbändchen etwas kurz, sodass sich die Vorhaut nicht ganz über die Eichel zurückziehen lässt. Dann kann es sein, dass das Bändchen bei zu heftiger Selbstbefriedigung reißt. Um das zu verhindern, kann der Urologe im Vorwege durch einen kleinen Schnitt das Einreißen verhindern.

Smegma: Am Rand der Eichel und am furchenartigen Übergang von der Eichel zum Penisschaft liegen Drüsen, die eine weißliche, käseartige Substanz, das Smegma, produzieren. Normalerweise dient das Smegma zur Pflege der empfindlichen Haut auf der Eichel. Doch wenn überschüssiges Smegma nicht regelmäßig entfernt wird, kann es zu Hautreizungen führen.

Vorhaut: Die Vorhaut ist eine Hautfalte, die bei Jungs und Männern die Spitze des Penis (Eichel) bedeckt. Normalerweise lässt sich die Vorhaut über die Eichel zurückschieben, egal, ob der Penis schlaff oder steif ist. Die Vorhaut kann über die Eichel hinausragen und einen "Rüssel" bilden. Oder sie bedeckt die Eichel nur teilweise. Solche Unterschiede sind total normal. 

Im Kindesalter ist die Vorhaut noch mit der Eichel verklebt. Dann kann man sie noch nicht zurückschieben. Etwa zu Beginn der Pubertät löst sie sich von der Eichel. Erst dann kann man sie normalerweise so weit zurückschieben, dass die Eichel freiliegt.

Geht das nicht oder bereitet es Schmerzen, dann liegt eine Vorhautverengung (Phimose) vor, die vom Arzt behandelt werden sollte. Bei einer starken Phimose kann die Vorhaut durch eine Operation (Beschneidung) ganz oder teilweise entfernt werden. 

Erektion: Unabhängig vom Wachstum des Penis, kann es schon im Kleinkindalter zu Erektionen (Versteifungen) des Penis kommen. Dabei werden drei so genannte Schwellkörper im Penis mit Blut vollgepumpt, sodass der Penis vorübergehend größer und steifer wird.

Ab der Pubertät kriegen die meisten Jungs mehrmals am Tag einen steifen Penis. Aber längst nicht alle Erektionen haben was mit sexueller Erregung zu tun. 

Nächtliche Erektionen: Jeder gesunde Mann bekommt in der Nacht zwischen ein und fünf Erektionen. Jede Erektion kann zwischen 15 Minuten und 40 Minuten oder sogar noch länger andauern. Solang ein Mann dabei nicht aufwacht, kriegt er von den Erektionen nichts mit. 

Die Morgenerektion ("Morgenlatte"): Sie ist lediglich die letzte der nächtlichen Erektionen, die noch über das Aufwachen hinaus anhält. Morgenerektionen sind ein Zeichen dafür, dass ein Junge gesunde sexuelle Reaktionen hat.

Penisgröße: Wie lang und dick ein Penis mal wird ist bereits in den Genen eines Jungen durch die Codierung auf dem Y-Chromosom (dem männlichen Geschlechtschromosom) vorgegeben. Das bedeutet: Niemand kann das Wachstum des Penis beeinflussen. Seine endgültige Größe ist schon vor der Geburt unabänderlich vorbestimmt.

Penislänge: Die Länge eines schlaffen Penis sagt noch nichts darüber aus wie lang der Penis bei einer Erektion (Versteifung) wird. In der Regel wächst ein großer schlaffer Penis bei einer Erektion weniger als ein kleiner schlaffer Penis. 

Durchschnittliche Länge: Beim erwachsenen Mann ist der Penis in schlaffem Zustand zwischen 7 und 10 Zentimeter lang. In steifem Zustand sind es durchschnittlich 14 Zentimeter. Bei Jungs, die noch im Wachstum sind, ist es entsprechend weniger. 

Die Penisdicke: Für die sexuelle Befriedigung ist die Länge des Penis unwichtig. Wenn überhaupt die Größe des Penis beim Sex eine Rolle spielt, dann kommt es nicht auf die Länge, sondern auf den Umfang (die Dicke) des Penis an. Bei erwachsenen Männern liegt der durchschnittliche Wert für den Umfang des steifen Penis zwischen 9 und 14 Zentimetern.
 
Der Hoden
Das Wachstum der Hoden beginnt etwa zwischen dem 9. und 14. Lebensjahr.

Funktion der Hoden: Zu Beginn der Pubertät beginnt in den Hoden die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Es bewirkt die körperliche Reifung vom Jungen zum Mann und etwas später auch die Produktion von Samenzellen. 

Größe der Hoden: Jeder Mann hat normalerweise 2 Hoden, die sich im Babyalter aus dem Bauchraum in den Hodensack absenken. Ein normaler Hoden wiegt im Durchschnitt etwa 20 bis 35 Gramm. Der linke Hoden hängt bei den meisten Jungen und Männern tiefer.

Die Größe der Hoden ist bei jedem Jungen unterschiedlich. Größenunterschiede haben keinen Einfluss auf die Zeugungsfähigkeit oder die sexuelle Leistungsfähigkeit eines Jungen.

Färbung des Hodensacks: Während des Wachstums der Hoden wird der Hodensack zunehmend dunkler. Bei manchen Jungen zeigt sich an der Unterseite des Penis eine Art dunkle Narbe, die bis hinunter zum Hodensack reicht. Dabei handelt es sich um eine ganz normale Erscheinung, die aus der Zeit der embryonalen Entwicklung herrührt, aber längst nicht bei allen Männern sichtbar wird.

Klimaanlage Hodensack: Dadurch, dass die Hoden im Hodensack liegen und aus dem Körper ausgelagert sind, herrscht in ihnen eine Durchschnittstemperatur von etwa 33 bis 35 Grad. Das sind ungefähr 1 bis 3 Grad weniger als die Körpertemperatur von circa 36,5 Grad - Diese Temperatur ist ideal für die Spermienproduktion. Der Hoden eines Mannes kann lebenslang Samenzellen produzieren.

Der Hodensack dient als eine Art Klimaanlage, um die Temperatur im Hoden zu regeln. Ist es im Hoden zu warm, dehnen sich die Haltebänder der Hoden, sodass sie tiefer hängen - also weiter vom warmen Körper entfernt sind. Zusätzlich weitet sich die Haut des Hodensacks. Dadurch vergrößert sich die Hautoberfläche und die Haut wird dünner. So kann sie leichter Körperwärme abgeben und den Hoden kühlen.

Wird es im Hodensack zu kühl, ziehen die Haltebänder die Hoden dicht an den Körper heran. Gleichzeitig schrumpft der Hodensack. Dadurch verdickt sich seine Haut und isoliert so gegen weiteren Wärmeverlust.

Die Hoden beim Sex: Der gleiche Mechanismus wie beim Wärmen wird in Gang gesetzt, wenn ein Mann sexuell erregt ist. In diesem Fall sorgt das Heranziehen der Hoden an den Körper dafür, dass die empfindlichen Hoden beim Sex keinen Schaden nehmen. Denn so nah am Körper kann dann der Hoden nicht mehr frei schwingen und wird durch die verdickte Haut des Hodensacks zusätzlich abgepolstert. Also kein Problem, wenn's beim Liebesspiel mal etwas stürmischer zugeht!

Die Nebenhoden: Direkt an jedem Hoden liegen die so genannten Nebenhoden an, die in die Samenleiter übergehen und beim Abtasten als längliche Knubbel spürbar sind. Also keine Angst! Das sind keine krankhaften Geschwüre oder gar Hodenkrebs, wie viele befürchten.

Empfindlichkeit der Hoden: Die Hoden sind berührungsempfindlich und gehören zu den erogenen Zonen des Mannes. Sanftes Kraulen, zartes Saugen oder Lecken beim Sex kann dort sehr erregend sein. Doch nicht jeder Mann mag das.

Verletzungen der Hoden: Bei Quetschungen, Prellungen oder Blutergüssen kann der Hodensack extrem anschwellen. Das ist sehr schmerzhaft und sollte vom Arzt untersucht werden.
 
 
 
Die Schamhaare
Das Wachstum der Schamhaare setzt etwa zeitgleich mit dem Brustwachstum ein. Es beginnt ungefähr zwischen dem 9./10. und dem 15. Lebensjahr.

Ausdehnung der Schambehaarung: Beim Jungen wachsen die Schamhaare auf dem Hodensack und um die Peniswurzel herum, oft in Form eines Trapezes oder in gerader Linie bis zum Bauchnabel hinauf. Je nach Veranlagung (Vererbung) kann sich die Behaarung bis auf den Afterbereich ausdehnen.

Art der Schamhaare: Die Schamhaare sind meist kräftiger und dunkler als die Kopfhaare. Bei Rothaarigen, sehr Hellblonden und Schwarzhaarigen sind Kopf und Schamhaare oft gleichfarbig. Sonst können Scham- und Kopfhaare auch unterschiedlich gefärbt sein. 

Anfangs sind die Schamhaare noch eher weich und glatt, später häufig gelockt oder gekräuselt. Bei afrikanischen Männern sind sie eng gekräuselt, bei Asiaten und den amerikanischen Ureinwohnern eher glatt und anliegend.

Die volle Schambehaarung ist spätestens zum Ende der Pubertät entwickelt, also ungefähr vier Jahre nach dem ersten Samenerguss.
 
 
Der Samenerguss
Der erste Samenerguss setzt etwa zwischen 10/11 und 15 Jahren ein. 

Erguss ohne Spermien: In den ersten Ergüssen sind aber noch keine Spermien enthalten. Du erkennst das daran, dass die ersten Ergüsse noch durchsichtig klar bis leicht milchig gefärbt sind. Erst wenn die Spermienproduktion in den Hoden voll angelaufen ist, bekommen die Samenergüsse ihre typisch zähflüssige Konsistenz und die weißlich bis gelbliche Färbung.

"FeuchteTräume": Die ersten Samenergüsse kommen bei den meisten Jungs zunächst unbewusst während des Schlafes. Daher kommt auch der Ausdruck "feuchte Träume". Nächtliche Samenergüsse sind ein deutliches Zeichen dafür, dass ein Junge körperlich langsam zum Mann wird. Du brauchst Dich dafür nicht zu schämen! Ab dem Zeitpunkt des ersten Samenergusses ist jeder Junge vom Prinzip her zeugungsfähig. 

Wie viel rauskommt: Im Durchschnitt füllt der Samenerguss eines Mannes ungefähr einen Teelöffel. Die Menge kann von Mal zu Mal unterschiedlich sein. 

Hast Du bei der Selbstbefriedigung in kurzer Zeit mehrere Samenergüsse, wird die Spermamenge von Mal zu Mal weniger. Legst Du für ein paar Tage eine SB-Pause ein, kommt wieder mehr Sperma raus.

Fließen oder spritzen: Das Sperma kann fließen oder spritzen. Beides ist normal und kann ein tolles Orgasmusgefühl bringen.
 
 
Der Wachstum
Die Pubertät bringt in einem Zeitraum von zwei bis vier Jahren einen deutlichen Wachstumsschub mit sich. Das heißt, Du wirst innerhalb kurzer Zeit viel größer. Der Wachstumsschub beginnt bei Jungs etwa zwischen 11 und 15 Jahren.

Die Reihenfolge: Zuerst wachsen Kopf, Hände, Füße und anschließend Arme, Beine und zuletzt der Rumpf. Kann sein, dass Du Dich in dieser Zeit in Deinem Körper nicht besonders wohl fühlst. Doch spätestens nach dem Abschluss der Wachstumsphase legt sich das wieder. Der stärkste Wachstumsschub erfolgt - rund zwei Jahre später als bei den Mädchen - mit etwa 14 Jahren.

Was sich noch verändert: In dieser Entwicklungsphase nehmen auch die Knochen an Dichte zu. Zwischen 10 und 17 Jahren kommt es außerdem zu einer Verdoppelung der Muskelmasse.

Während des Wachstumsschubs bilden sich beim Jungen innerhalb von etwa 4 Jahren die äußeren Geschlechtsmerkmale heraus und verleihen dem Körper ein männliches Aussehen.

Endgültige Größe: Wie groß Du mal wirst, lässt sich durch die Vermessung Deines Handwurzelknochens bestimmen. Willst Du das unbedingt wissen, dann frag Deinen Kinder- oder Hausarzt. Der weiß, wie's geht.
 
 
Die männliche Brust
Auch bei Jungs kann es unter dem Einfluss der Geschlechtshormone etwa zwischen dem 11. und 15. Lebensjahr zu einer meist vorübergehenden Entwicklung der Brustdrüsen kommen. Das heißt, dass auch Jungen einen kleinen Brustansatz bekommen können.Dieses Wachstum der Brüste nennen die Mediziner Pubertätsgynäkomastie. Sie kann ein- oder beidseitig auftreten und ist völlig harmlos. 

Eine Pubertätsgynäkomastie ist keine Krankheit! Sie entwickelt sich als Folge einer Hormonstörung während des Wachstums in der Pubertät und bildet sich fast immer innerhalb von wenigen Monaten bis zu zwei Jahren wieder zurück.

Etwa die Hälfte aller Jungs ist betroffen! Bei etwa der Hälfte bis zwei Drittel aller Jungs beginnt das Wachstum der Brüste als weiche, empfindliche Beule unter der Brustwarze. Danach schwillt die umliegende Stelle an. 

Die Ursachen: Ursache für die Brustvergrößerung ist ein vorübergehend zu hoher Anteil der Hormone Östradiol und Prolaktin im männlichen Körper, die auch bei Mädchen für das Wachstum der Brustdrüse zuständig sind. 

Meistens gehen die Brüste wieder weg! Wenn sich im Verlauf der Pubertät die Hormonproduktion bei einem betroffenen Jungen wieder normalisiert, schwillt die Brust wieder ab. Kommt es nach ein bis zwei Jahren nach Beginn der Brustdrüsenschwellung jedoch nicht zu einer Rückbildung der Brust, solltest Du Dich von einem Arzt untersuchen lassen.
 
 
Der Stimmbruch
Etwa zwischen 12 und 15 Jahren kommen Jungs in den so genannten Stimmbruch (Stimmwechsel).

Dabei verändert sich die Stimme. Sie wird tiefer, rau, brüchig und instabil. Ausgelöst wird diese Stimmveränderung durch das Hormon Testosteron. Es verursacht, dass sich der Kehlkopf vergrößert und die Stimmbänder wachsen.

Warum die Stimme bricht: Im Hals befindet sich der Kehlkopf, der eine wichtige Rolle beim Atmen, Schlucken und Sprechen spielt. In der Mitte davon befinden sich die Stimmbänder. 

Während der Pubertät wird der Kehlkopf des Jungen größer. Die Beule, die dabei am Hals sichtbar wird, nennt man Adamsapfel. Durch die Vergrößerung des Kehlkopfs dehnen sich auch die Stimmbänder aus und werden länger und dicker. Dadurch wird die Stimme etwa eine Oktave tiefer. 

Das Wachsen der Stimmbänder geschieht aber nicht gleichmäßig. Ein Stimmband kann schneller als das andere wachsen, so dass die produzierten Töne beim Sprechen oder Singen verzerrt und schräg klingen. Typisch für den Stimmbruch ist auch, dass ein Junge ungewollt zwischen Kinderstimme und tieferer Männerstimme hin und her springt.

Veränderung der Stimme: Am Ende des Stimmbruchs entwickeln sich rund zwei Drittel der Jungenstimmen zu Bass- oder Bariton-Stimmen. Nur ein Drittel der Jungenstimmen werden zu einer Tenorstimme. Nach dem Stimmbruch wachsen die Stimmbänder noch weiter. Erst im Alter zwischen 25 und 30 Jahren ist die männliche Stimme "ausgewachsen". 

Dauer des Stimmbruchs: Du bekommst nicht sofort eine schöne und tiefe Stimme. Denn die Muskeln um die Stimmbänder brauchen etwas Zeit, sich anzupassen. Während dieser Phase kann es sein, dass Du die Kontrolle über Deine Stimme verlierst.

Wie lange der Stimmbruch bei einem Jungen dauert, ist sehr unterschiedlich. Bei einigen passiert die Stimmveränderung fließend. Da wird die Stimme über mehrere Monate hinweg langsam tiefer. Bei anderen geschieht der Stimmbruch sehr plötzlich. Manche haben den Stimmbruch bereits nach ein paar Wochen hinter sich, andere brauchen dazu ein ganzes Jahr. 

Auch Mädchen haben einen Stimmbruch! Bei ihnen sind die Veränderungen aber viel geringer als bei Jungs. Ihre Stimmbänder wachsen nur wenig. Daher werden Mädchenstimmen auch nur ein bisschen tiefer.

Kastraten: Die Veränderungen der Stimme stehen mit der Entwicklung der Geschlechtsorgane in engem Zusammenhang. Werden einem Jungen vor Beginn des Stimmbruchs die Hoden entfernt, so findet kein Stimmwechsel statt. Er bekommt die für Kastraten typisch hohe Stimme.
 
 
 
Der Bartwuchs
Der Bartwuchs beginnt etwa um das 15. Lebensjahr und wird durch das männliche Geschlechtshormon Testosteron ausgelöst.

Die Ausbreitung der Barthaare: Los geht's mit dem ersten zarten Flaum auf der Oberlippe. Die Härchen sind zunächst ganz weich und werden mit der Zeit allmählich härter. 

Etwas später wachsen die Haare an den so genannten Koteletten - also vor den Ohren in Richtung Backen. Dann sprießen die Haare auch am Kinn und breiten sich in Richtung Hals aus. 

Zum Schluss zeigen sich die Barthaare auch an den Wangen. Erst jetzt spricht man von einem richtigen Bart, bei dem eine regelmäßige Rasur nötig ist.

Hormongesteuert: Die Stärke des Bartwuchses kannst Du nicht beeinflussen. Er wird zum einen vom männlichen Hormon Testosteron gesteuert. Andererseits ist die Dichte und Ausbreitung des Barts bereits durch Deine Gene vorbestimmt. Trotzdem nehmen die Wachstumsgeschwindigkeit und die Stärke des Bartes mit dem Alter zu, weil der männliche Körper zunehmend Testosteron produziert.
 
 
 
Die Körperhaare
Schamhaare: Die Körperbehaarung beginnt frühestens etwa mit 9,5 Jahren mit den ersten Schamhaaren. 

Achselhaare: Etwa mit 13 Jahren wachsen die Haare unter den Achseln. 

Bartwuchs: Zwischen 15 und 19 Jahren beginnt der Bartwuchs. 

Brusthaare: Die Entwicklung der Brustbehaarung beginnt im Normalfall in der späten Phase der Pubertät so mit 16 oder 17. Sie kann aber auch erst danach, im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, einsetzen oder auch mal gar nicht. 

Ausschlaggebend für die Ausprägung der Brustbehaarung sind die Gene. Vor allem bestimmen sie, ob ein Mann auf der Brust, an Armen und Beinen und am Rücken kaum, durchschnittlich oder extrem behaart ist.

Mit zunehmendem Alter setzt sich das Wachstum der Körperbehaarung fort und erreicht die größte Ausprägung erst mit etwa 60 Jahren.
 
 
 Quelle: Bravo,de
 
 



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